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Elektro

FI-Schutzschalter: Der wichtige Selbsttest

Der FI-Schutzschalter rettet Leben, aber nur wenn er auslöst. So läuft der Selbsttest in unter einer Minute und so oft sollten Sie ihn machen.

August 4, 2026

5 Min. Lesezeit

Volker Bertram

FI-Schutzschalter: Der wichtige Selbsttest

Kurz gesagt: Den FI-Schutzschalter testen Sie, indem Sie die mit T oder Test beschriftete Prüftaste im Sicherungskasten drücken. Der Schalter muss sofort auslösen und der Hebel in die Aus-Stellung springen. Danach legen Sie ihn wieder um. Wiederholen Sie das zweimal im Jahr, am besten zur Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst.

Im Sicherungskasten sitzt ein unscheinbarer Schalter mit einer kleinen Taste, meist mit T oder Test beschriftet: der FI-Schutzschalter, im Fachjargon RCD. Er gehört zu den wichtigsten Sicherheitseinrichtungen im Haus. Geprüft wird er trotzdem selten.

Was macht ein FI-Schutzschalter?

Der FI vergleicht laufend den Strom, der in Ihre Stromkreise hineinfließt, mit dem, der zurückkommt. Weicht beides ab, fließt Strom einen falschen Weg, zum Beispiel durch einen defekten Föhn über Ihren Körper zur Erde. In Wohngebäuden sind meist Geräte mit 30 Milliampere Bemessungsfehlerstrom verbaut. Sie schalten nach DIN VDE 0100-410 in unter 300 Millisekunden ab, bei höherem Fehlerstrom deutlich schneller. Die normale Sicherung schützt die Leitung vor Überlastung. Der FI schützt den Menschen.

Wie läuft der Selbsttest Schritt für Schritt?

Damit der FI im Ernstfall auslöst, muss seine Mechanik gängig bleiben. Der Test dauert keine Minute.

1. Speichern Sie offene Dokumente. Geräte werden kurz stromlos, Uhren am Herd müssen danach eventuell neu gestellt werden.
2. Öffnen Sie den Sicherungskasten und suchen Sie den Schalter mit der Prüftaste.
3. Drücken Sie die Taste. Der Schalter muss sofort hörbar auslösen, der Hebel springt auf Aus.
4. Legen Sie den Hebel wieder um. Die Stromversorgung ist wiederhergestellt.

Wie oft sollten Sie den FI-Schutzschalter testen?

Die Hersteller empfehlen den Test in der Regel halbjährlich, einzelne Fabrikate sogar monatlich. Maßgeblich ist die Angabe im Datenblatt Ihres Geräts. Für den Alltag hat sich ein einfacher Merksatz bewährt: einmal bei der Zeitumstellung im Frühjahr, einmal im Herbst. Wer den Test über Jahre auslässt, riskiert eine festsitzende Mechanik.

Was tun, wenn der FI nicht auslöst?

Springt der Schalter beim Drücken der Prüftaste nicht heraus, ist er defekt und bietet keinen Schutz mehr. Nutzen Sie die Anlage dann nicht einfach weiter, sondern lassen Sie den Schalter zeitnah von einem Elektro-Fachbetrieb tauschen. Umgekehrt gilt: Löst der FI ohne erkennbaren Grund wiederholt aus, steckt meist ein Fehlerstrom in der Installation oder ein defektes Gerät dahinter. Beides gehört gemessen, nicht geraten.

Wann ist ein E-Check sinnvoll?

Der Selbsttest ersetzt keine Fachprüfung. Beim E-Check messen wir die tatsächlichen Auslösezeiten und den Auslösestrom Ihrer FI-Schalter, prüfen Isolationswiderstände und dokumentieren das Ergebnis. Für private Wohngebäude gilt ein Rhythmus von etwa vier Jahren als guter Richtwert, je nach Alter und Zustand der Anlage auch kürzer. Im Gewerbe gelten eigene, kürzere Fristen. In vielen Bestandsgebäuden in Bonn-Beuel und Umgebung fehlt der FI-Schutz bis heute in Teilen der Installation, denn für alle Steckdosenstromkreise in Wohnungen ist er erst seit 2007 vorgeschrieben.

Sie möchten Ihre Anlage prüfen oder nachrüsten lassen? Wir übernehmen den E-Check und die Elektroinstallation vom Verteiler bis zur letzten Steckdose. Einen Überblick über unsere Leistungen finden Sie in der Elektro-Welt. Für eine Einschätzung vor Ort erreichen Sie uns über Kontakt.

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