Smart Home
Licht, Heizung, Rollläden: Womit der Einstieg ins Smart Home sinnvoll ist, was er kostet und warum Grundfunktionen ohne Cloud laufen sollten.

Kurz gesagt: Für den Einstieg ins Smart Home eignen sich drei Gewerke: Licht, Heizung und Rollläden. Im Bestand arbeiten Sie am besten mit Funksystemen, weil dafür keine Wände geöffnet werden müssen. Rechnen Sie je Gewerk mit rund 500 bis 2.000 Euro, je nach Zahl der Räume und Geräte. Stand 2026.
Smart Home klingt nach Neubau und Technikzentrale im Keller. Tatsächlich lässt sich auch ein bestehendes Haus Schritt für Schritt nachrüsten, ohne alles auf einmal umzubauen. Entscheidend ist, mit den richtigen Funktionen anzufangen und die Technik sauber zu planen.
Bewährt haben sich drei Gewerke. Erstens das Licht: Schaltbare Leuchten, Bewegungsmelder im Flur und Lichtszenen im Wohnzimmer sind schnell umgesetzt und im Alltag sofort spürbar. Zweitens die Heizung: Smarte Thermostate regeln Räume nach Zeitplan und Anwesenheit, das spart Energie in Räumen, die nicht dauernd genutzt werden. Drittens die Rollläden: Automatische Beschattung nach Sonnenstand und Uhrzeit erhöht den Komfort und hält im Sommer Hitze draußen. Wer diese drei Bereiche abdeckt, hat den größten Nutzen mit dem kleinsten Aufwand.
Eine belastbare Zahl hängt an Raumzahl, System und Ausstattung. Als grobe Orientierung: Pro Gewerk und mittlerer Wohnung liegen die Gerätekosten meist bei rund 500 bis 2.000 Euro, dazu kommt die Montage. Ein Rollladenaktor unter Putz ist teurer als ein aufgestecktes Heizkörperthermostat. Wer schrittweise vorgeht, verteilt die Kosten über mehrere Jahre, ohne sich technisch in eine Sackgasse zu bauen. Stand 2026.
Im Neubau würde man vieles fest verkabeln, etwa über KNX. Im Bestand ist das oft unverhältnismäßig, denn dafür müssten Wände geöffnet werden. Funkbasierte Systeme sind hier die praktikable Lösung: Schalter, Thermostate und Aktoren kommunizieren drahtlos über Standards wie Zigbee, Z-Wave oder Matter, die vorhandene Elektroinstallation bleibt weitgehend unangetastet. Wichtig ist, bei einem System zu bleiben, statt Insellösungen verschiedener Hersteller zu sammeln. Sonst haben Sie am Ende fünf Apps und keinen Überblick. Wo ohnehin renoviert wird, etwa bei einer Badsanierung, lohnt es sich, Leitungen gleich mitzudenken.
Licht, Heizung und Rollläden sollten auch dann funktionieren, wenn das Internet ausfällt oder ein Hersteller seinen Dienst einstellt. Setzen Sie deshalb auf Systeme, deren Grundfunktionen lokal laufen. Die Steuerung liegt dann bei Ihnen im Haus, nicht auf einem Server irgendwo. Cloud-Anbindung kann ein Zusatz sein, etwa für den Zugriff von unterwegs, sollte aber nie Voraussetzung für den normalen Betrieb sein. Das ist auch eine Frage des Datenschutzes: Was Ihr Zuhause über Sie weiß, muss Ihr Zuhause nicht verlassen.
Ein einzelnes Gewerk ist in einer Wohnung meist an einem Arbeitstag erledigt. Kommen Unterputz-Aktoren, ein neuer Verteiler oder eine Anbindung an die Fußbodenheizung dazu, planen Sie eher zwei bis drei Tage ein. Die Programmierung der Szenen läuft danach oft noch einmal gemeinsam mit Ihnen, weil sich der Alltag erst im Betrieb zeigt.
Welches System passt, hängt von Ihrem Haus, Ihrer Elektroinstallation und Ihren Gewohnheiten ab. Wir schauen uns beides an und planen eine Lösung, die mit Ihnen wachsen kann, vom ersten Thermostat bis zur vollständigen Steuerung. Bertram Plus ist Meisterbetrieb für Elektro, Sanitär und Heizung in Bonn-Beuel, seit 1969.
Details zu Systemen und Umsetzung finden Sie unter Smart Home, alle Elektro-Leistungen in der Elektro-Welt. Für ein Beratungsgespräch vor Ort melden Sie sich über Kontakt.
Ob Bad, Heizung oder Elektro: Wir schauen uns Ihr Vorhaben in Ruhe an und sagen Ihnen ehrlich, was moeglich ist.
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